Offene Immobilienfonds Haltefristen und Rückgabe

Über offene Immobilienfonds können Fondsanleger in Immobilien investieren. Offene Immobilienfonds funktionieren wie Aktienfonds. Viele Fondssparer legen kleinere Geldbeträge in einen gemeinsamen Topf. Das Fondsmanagement kauft von diesem Geld an verschiedenen Standorten z. B. Bürogebäude, Shoppingcenter und Wohnhäuser. Fondssparer profitieren von den Erträgen, die sich aus den Mieteinnahmen und Wertsteigerungen der Immobilien zusammensetzen. So ermöglichen offene Immobilienfonds Fondssparern auch mit kleineren Anlagebeträgen eine Investition in Immobilien, ohne selbst Eigentum daran erwerben zu müssen. Will ein Fondssparer aus dem Immobilienfonds aussteigen, kann er seine Fondsanteile – so wie bei anderen Investmentfonds (z. B. Aktienfonds, Rentenfonds) auch – an die Kapitalverwaltungsgesellschaft (Fondsgesellschaft) zurückgeben. Früher war das sehr kurzfristig möglich, mittlerweile sind aber bei Immobilienfonds bestimmte Fristen zu beachten. Denn im Zuge des Inkrafttretens des Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) zum 22.07.2013 wurden neue gesetzliche Regeln für die Rückgabe von offenen Immobilienfonds wirksam. Die Immobilienfonds-Fristen hängen davon ab, wie lange die Fondsanteile schon im Depot liegen und wie hoch der Gegenwert der zurückzugebenden Immobilienfondsanteile ist. Im Wesentlichen gilt: 1) Für Immobilienfondsanteile, die vor dem 01.01.2013 erworben wurden: Pro Kalenderhalbjahr ein Freibetrag von 30.000 Euro, für Beträge darüber hinaus muss eine Kündigungsfrist von 12 Monaten eingehalten werden, keine Mindesthaltefrist. 2) Immobilienfondsanteile-Erwerb zwischen 01.01.2013 und 21.07.2013: Pro Kalenderhalbjahr ein Freibetrag von 30.000 Euro, für Beträge darüber hinaus muss die Mindesthaltefrist von 24 Monaten erfüllt sein sowie eine Kündigungsfrist von 12 Monaten eingehalten werden. 3) Immobilienfondsanteile-Erwerb ab 22.07.2013: Mindesthaltedauer von 24 Monate sowie eine einjährige Rückgabefrist, keine Freibeträge. Achtung: Offene Immobilienfonds werden manchmal mit "geschlossenen Immobilienfonds" verwechselt. Bei geschlossenen Fonds geht es im Grunde nach um die Investition in ein konkretes Projekt, etwa den Erwerb und Betrieb einer einzelnen Shoppingcenters. Sobald die erforderliche Investitionssumme beisammen ist, werden keine weiteren Gelder mehr von den Anlegern eingesammelt. Der Fonds wird also "geschlossen". Da es sich um eine unternehmerische Beteiligung handelt, droht im schlimmsten Fall ein Totalverlust des angelegten Geldes. Ein vorzeitiger Ausstieg aus dem Projekt ist oft problematisch.

Ökologische Fonds

Bei ökologischen Fonds wählen die Fondsmanager die Titel überwiegend nach ökologischen, ethischen und sozialen Kriterien aus. Weitere Informationen über ökologische Fonds finden Sie auf der Seite Nachhaltigkeitsfonds von handle fair.

Osteuropafonds

Osteuropafonds legen hauptsächlich in Aktien von Unternehmen an, die in Osteuropa einschließlich der Türkei tätig sind bzw. dort ihren Geschäftsschwerpunkt haben. Das östliche Europa umfasst vor allem Bulgarien, Moldawien, Rumänien, Russland, die Slowakei, die Ukraine, Ungarn, Polen, Tschechien und Weißrussland. Diese Region wird von Kapitalverwaltungsgesellschaften (Fondsgesellschaften) auch als europäische Schwellenländer zusammengefasst.