Geschlossener Fonds

Investmentfonds gehören zu den beliebtesten Geldanlagen – zumindest in der „offenen“ Variante. Denn nicht nur Privatanleger, sondern auch institutionelle Anleger, lassen ihr Vermögen gewinnbringend durch Investmentfonds verwalten. Für geschlossene Fonds (heute auch „Alternative Investmentfonds“) gilt das weniger. Bei einem geschlossenen Fonds handelt es sich um eine Beteiligungsgesellschaft (meist Kommanditgesellschaft). Anleger zeichnen Anteile und werden so zum Mitgesellschafter (Kommanditist). Mit der Auflage eines solchen Fonds wird Kapital für ein bestimmtes Projekt gesammelt. Das kann zum Beispiel ein Schiff, ein Flugzeug, ein Wind-/Solarpark oder Immobilien sein. Bei der Auflage des Fonds wird ein Investitionsvolumen festgelegt. Wenn diese Summe erreicht ist, wird der Fonds geschlossen. Bei geschlossenen Fonds ist der Anleger grundsätzlich über die gesamte Laufzeit (meist bis zu 20 Jahren) an seine Beteiligung gebunden. Über sogenannte Zweitmarktplattformen können Anteile zwar verkauft werden, allerdings oft nur mit Verlust. Da Alternative Investmentfonds nicht zu den standardisierten Wertpapieren zählen, gibt es keine Garantien oder Einlagesicherungen, und Anleger haben trotz ihrer Miteigentümerschaft nur beschränkte Mitspracherechte. Laut Stiftung Warentest haben nur 6 % der geschlossenen Fonds ihre Prognosen erfüllt, eignen sich wegen der hohen Risiken erst gar nicht für die meisten Privatanleger, denn die meisten geschlossenen Fonds bescheren Anlegern Kapitalverluste, so Stiftung Warentest: Geschlossene Fonds: Die schlimme Bilanz einer Branche. Und laut der Verbraucherzentrale Hamburg kommt eine Anlage in einen geschlossenen Fonds in vielen Fällen aufgrund einer unzureichenden Beratung und Aufklärung durch Bankberater oder freie Anlagevermittler zustande. Oft liegt eine Falschberatung vor, da unerfahrenen und gutgläubigen Kunden hoch spekulative Fondsbeteiligungen als „sichere Geldanlage“ verkauft werden, so die Verbraucherzentrale Hamburg: Geschlossene Fonds: Anleger erleiden Schiffbruch.

Grenzmärkte

Frontier-Märkte (auch Grenzländer genannt) gelten als Nachwuchs-Schwellenländer. Hier können die Finanzmärkte unterentwickelt und wenig liquide sein. Andererseits kommt der wirtschaftliche Aufschwung dieser Grenzmärkte erst noch richtig in Fahrt und könnte daher in Zukunft über denen der Schwellenländer liegen. Zu den Frontier-Märkten zählen z. B.: Argentinien, Bahrain, Bangladesch, Burkina Faso, Benin, Kroatien, Estland, Guinea-Bissau, Elfenbeinküste, Jordanien, Kenia, Kuwait, Libanon, Litauen, Kasachstan, Mali, Niger, Nigeria, Oman, Rumänien, Serbien, Senegal, Slowenien, Sri Lanka, Togo, Tunesien, Vietnam.